🏢 Balkonkraftwerk für die Mietwohnung
Balkonkraftwerke sind nicht nur für Eigenheimbesitzer interessant. Auch Mieter können von günstigerem Solarstrom profitieren – müssen aber einige rechtliche und praktische Hürden beachten.
1. Vermieter-Zustimmung einholen
Seit der Neuregelung 2024 haben Mieter einen gesetzlichen Anspruch auf die Installation eines Balkonkraftwerks – aber nur unter bestimmten Bedingungen: Die Montage muss fachgerecht erfolgen, die Bausubstanz darf nicht beschädigt werden, und die Anlage muss den VDE-Vorschriften entsprechen. In der Praxis ist es trotzdem ratsam, die Zustimmung schriftlich einzuholen.
2. Balkonkraftwerk anmelden
Auch als Mieter musst du dein Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anmelden. Der Netzbetreiber ist ortsabhängig – oft der lokale Grundversorger. Die Anmeldung ist seit 2024 bürokratisch vereinfacht und in der Regel innerhalb von 30 Minuten online erledigt.
3. Montage ohne Bohren
Die meisten Vermieter lehnen Bohrungen in der Fassade ab. Es gibt aber gute Alternativen: Spezielle Balkonhalterungen für Geländer (Schienen- oder Klemm-Systeme) benötigen keine Bohrungen. Auch Flachdach-Aufständerungen oder Freiaufstellung auf dem Balkonboden sind möglich – mit einem ausreichend schweren Sockel gegen Windlast.
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