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Wärmepumpe vs Gasheizung: Wer heizt günstiger?

Die Gasheizung war jahrelang Standard – doch die Wärmepumpe holt massiv auf. Wir vergleichen die tatsächlichen Heizkosten, den Stromverbrauch und die CO2-Bilanz.

Für ein typisches Einfamilienhaus (150m²) haben wir gerechnet: Welche Heizung ist finanziell und ökologisch sinnvoller? Die Antwort überrascht vielleicht.

Vergleichstabelle (150m² Haus, 15.000 kWh Wärmebedarf)

KriteriumWärmepumpe (Luft/Wasser)Gasheizung (Brennwert)
EnergiequelleStrom (Luft/Wasser/Erde)Erdgas
Effizienz (COP/η)3,0–5,0 (COP)85–95% (η)
Energiebedarf (150m² Haus)ca. 4.300 kWh Stromca. 16.700 kWh Gas
Energiekosten pro Jahrca. 1.505 €ca. 2.004 €
CO2-Emissionen (pro kWh)ca. 350–450 g CO2 (Strommix)ca. 200–250 g CO2 (Erdgas)
Anschaffungskosten15.000–30.000 €5.000–12.000 €
Wartungskosten/Jahr200–400 €100–250 €
Lebensdauer15–25 Jahre15–20 Jahre
Förderung (BAFA/KfW)Ja, bis zu 70% möglichNein (ab 2024 kaum noch)
Kühlung im SommerJa (umkehrbar möglich)Nein

Heizkosten im Vergleich

Szenario 1: Einfamilienhaus 150m² (15.000 kWh Wärmebedarf)

Wärmepumpe (COP 3,5): 4.286 kWh Strom = 1.500 €/Jahr.
Gasheizung (90% eff.): 16.667 kWh Gas = 2.000 €/Jahr.
Ersparnis mit Wärmepumpe: 500 € pro Jahr (25% günstiger).

Szenario 2: Mit PV-Anlage (5 kWp, 50% Autarkie)

Wärmepumpe: 2.143 kWh Netzstrom + 2.143 kWh PV = 2.143 × 0,35 + 2.143 × 0,08 (EEG-Umlage-Verlust) = 921 €/Jahr.
Gasheizung: Keine Änderung = 2.000 €/Jahr.
Ersparnis mit Wärmepumpe + PV: 1.079 € pro Jahr (54% günstiger).

Anschaffung & Amortisation

Wärmepumpe: 20.000 € (inkl. Installation) - 14.000 € Förderung = 6.000 € Netto.
Gasheizung: 8.000 € (inkl. Installation) - 0 € Förderung = 8.000 € Netto.
Amortisation: Trotz höherer Anschaffung spart die Wärmepumpe ab Jahr 2–3 (durch Betriebskosten + Förderung).

Wann lohnt sich was?

✅ Wärmepumpe lohnt sich wenn …

  • Sie langfristig planen (10+ Jahre)
  • Ihr Haus gut gedämmt ist (Niedrigtemperatur)
  • Sie eine PV-Anlage haben oder planen
  • Ihnen Ökologie wichtig ist
  • Sie Fördermittel nutzen wollen

⚠️ Gasheizung erwägen wenn …

  • Die Anschaffungskosten sofort minimal sein müssen
  • Das Haus schlecht isoliert ist (hohe Vorlauftemp.)
  • Sie in naher Zukunft eh umziehen
  • Kein Platz für Außeneinheit/Wärmepumpe
  • Gasanschluss bereits vorhanden (Restwert)

Methodik: Alle Berechnungen basieren auf einem Strompreis von 35 Cent/kWh und einem Gaspreis von 12 Cent/kWh (inkl. Grundpreis und Steuern). Der Wärmebedarf von 100 kWh/m²*a gilt für einen durchschnittlich gedämmten Altbau (Baujahr 1970–1990). Neubauten (30–50 kWh/m²*a) benötigen deutlich weniger Energie. COP 3,5 gilt für moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen bei 0°C Außentemperatur. Erdwärmepumpen (Sole/Wasser) erreichen COP 4–5. Die CO2-Emissionen basieren auf dem deutschen Strommix 2025 (ca. 400g CO2/kWh) und Erdgas (200g CO2/kWh).

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FAQ – Häufige Fragen

Ist eine Wärmepumpe trotz Strompreis billiger als Gas?

Ja, meistens. Trotz höherem Strompreis ist die Wärmepumpe günstiger, da sie 3–4-mal effizienter ist. Bei einem Einfamilienhaus spart sie etwa 25–30% der Energiekosten pro Jahr ein.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe pro Jahr?

Eine Wärmepumpe verbraucht für ein 150m² Haus etwa 4.000–5.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht etwa 1.400–1.750 € Stromkosten bei 35 Cent/kWh.

Lohnt sich die Wärmepumpe ohne PV-Anlage?

Ja, auch ohne PV-Anlage lohnt sich die Wärmepumpe meist durch den hohen COP (3–5). Mit PV können die Heizkosten um weitere 30–50% gesenkt werden.